Kultur frei Haus

 

Wir haben diesen Blog im März 2020 ins Leben gerufen. Unter den Schlagwörtern „Kommst du nicht zur Kultur, kommt die Kultur zu dir!“ war es unsere Intention, künstlerische Impressionen auch in einer Zeit des sozialen Abstandes zugänglich zu machen – im digitalen Raum, der den Austausch ohne physischen Kontakt ermöglicht.

Die positive Resonanz zu diesem Projekt hat selbst uns überrascht und das deutliche Zeichen gesetzt, dass der Blog auch weiterhin eine Existenzberechtigung hat: Als Plattform, die interessierten Menschen neue Sichtweisen und Ansätze ungezwungen näher bringt – und das, wie in der digitalen Welt gewohnt, orts- und zeitunabhängig.

 Wir werden hier also auch weiterhin Beiträge von Künstlerinnen und Künstlern veröffentlichen: Von Texten zu Themen, Projekten und/oder Initiativen über Videos bis zu Anleitungen und Audio-Dateien – es gibt unbegrenzte Möglichkeiten sich auszudrücken. So vielfältig der Kulturbereich ist, so vielfältig soll auch dieser Blog sein.

 

Bisherige Beiträge

Cornelia Funovich und Charlotte Leschanowsky: Wie Technologie Menschen berührt (ipcenter, e-learning-Projekte)

(Hinweis der e-learning Redaktion: digitale Kunst ist ausgenommen) Ziel: die Wahrnehmung zu unterstützen, Sinne zu schärfen und Verständnis aufzubauen. Technologien kommen mittlerweile in fast jedem Lebensbereich zum Einsatz. Mittlerweile muss der Mensch sehr bewusst das Smartphone zur Seite legen, um sich zumindest temporär eine geistige Pause von der Informationsflut, der man durch die Digitalisierung ausgesetzt …

Eva Gebetsroither: Kaffeehausgedichte (Lyrik)

Kaffeehausgedichte   Frühstück Morgens aufgetauter Kaffee Kalte Tropfen hängen an den Lippen Der Honig tunkt das Kipferl in den Teig Morgen schon, oh morgen schon Werden wir uns wiedersehen Und brechen doch die Ähren So tauchen sie doch tief Bis zum Grund hinab WIEN Kaltes Glas Buntes Herz Pochende Straße Bewegtes Leben Vom Vergessen zum …

Daniela Noitz: Es muss reguliert werden | It has to be regulated (Text)

Es muss reguliert werden „Herr Oberministerialrat haben nach mir gerufen?“, fragt ein kleiner, schmächtiger Herr beim Eintreten in das barock anmutende Arbeitszimmer des im Rang höherstehenden Beamten, untertänig. „Ah der Herr Unterkommisär“, zeigt sich der mit Oberministerialrat betitelte Herr einen Hauch jovial gegenüber dem Rangniedrigeren, aber gerade solch einen feinen Hauch, dass es noch dem …

Waltraud Zechmeister: Lyrik

Mondlicht schimmert auf des Weihers Spiegel, traurig quakt ein Fosch von ferne, menschenleer ist diese Welt.   Das halbvolle Glas leer zu sehen ist leicht Das halbleere Glas jedoch voll zu sehen bedarf der größten Anstrengung   Es ist sinnlos über die Sinnlosigkeit des Lebens zu sinnieren Sie zur Maxime seines Lebens zu machen wäre …

Björn Lundell: Creating presence

”In my paintings I work with a set of basic geometric shapes and structures (like squares, stripes, triangles and grids). They serve both to set scales in space, and as useful elements to hide and show the craft of painting itself. Working alternately with completely flat surfaces or with visible brushstrokes I try to erase …

Katya Dimova: 1000 Stoffmurmeln

2012, Tokio. Die Uni ging von Montag bis Samstag. Ich fuhr dorthin mit dem Rad gegen 9:00 und kam erst am Abend zurück. Teilweise machte es mich müde bewundert zu werden, wegen meinen hellen Haaren und Augen. Es hat sich herumgesprochen, dass eine Auslandstudenten angekommen war, so kamen Leute aus anderen Klassen um mich zu …

Richard Bodyn: Wo Kunst ist, ist Leben. Das wundervollste Beispiel dafür ist der Baum, dem ich erst Leben geben darf, nachdem er sein erstes beendet hat.

Der deutsche Schriftsteller Christian Morgenstern (1871 – 1914) äußerte seine Liebe zum „Baum“ mit den Worten:  Nichts ist für mich mehr Abbild der Welt und des Lebens als der Baum. Vor ihm würde ich täglich nachdenken, vor ihm und über ihn. Wie sehr der Baum als Wunderwerk der Natur Dichter inspirierte, findet sich in unzähligen …

Julia Bugram: Es scheint immer wieder dasselbe zu sein und doch ist es alles außer dasselbe

Je stressiger und schnelllebiger unser Alltag wird, umso mehr zieht es uns als Ausgleich wieder in die Natur. Seit 2019 nehmen in meinem Schaffen vermehrt florale Elemente eine wesentliche Rolle ein. Die sich wiederholenden Motive in unterschiedlichen Ausführungen haben einen meditativen Aspekt und werden in akribischer Feinarbeit über Stunden hinweg angefertigt. Ausgehend von einem schwarzen …

Christine Todt: Odyssee 2020

Die mehrteilige, mit Graphit- und Buntstift auf Leinen ausgeführte, Serie „Odyssee 2020“  hat die aufgrund der Corona – Krise in den Hintergrund getretene, humanitäre Katastrophe, in der blackafrican boatpeople ausgesetzt sind, zum Thema. Christine Todt verwendete  Fotos, die sie bei ihrem Afrika-Aufenthalt aufgenommen hat, als Vorlage für die Zeichnungen.  Während meiner Afrikareisen hatte ich viele …